Mein Lupo G40

      Eigentlich wollte ich die Kiste ja fertig bauen und dann erzählen, dass es ein Werksprototyp wäre oder so'n Bullshit (und wenn ich eines wirklich gut kann, dann Blödsinn labern), aber jetzt überkommt mich doch ein Mitteilungsbedürfnis.

      Also: Ich baue mir einen Lupo G40. Genauer gesagt baue ich einen G40-Motor in einen Arosa, der am Ende aussehen soll, als ob VW probehalber einen Lupo G40 gebaut hätte.

      Links zu den interessanteren Stellen im Thread:
      Fotos des fertigen Lupo G40, Stand Oktober '16
      Rechtes Motorlager
      Abgasanlage
      Verlegung Ladeluftrohre
      Batterie zwischen B-Säule und Radhaus
      Plus-Sockel und Kabelverlegung
      Kabelbaum
      Gaszug, Teil 1
      Gaszug, Teil 2


      Warum ein Arosa? Weil es da welche mit der Schadstoffklasse Euro2 gibt, und diese Klasse kann der G40 noch packen.

      Warum ein G40 und kein 1.8T? Weil ich den G-Lader mag. Wenn ein VW keinen G-Lader hat, kann ich mir auch ein Auto einer anderen Marke kaufen.
      Warum nicht einen Polo G40? Ich hatte einen, und der war super. Aber mMn besteht die Vorderachse vom Polo 86c aus Zahnstochern und Mikado-Stäbchen, bei schneller Kurvenfahrt fehlte mir immer das Vertrauen.
      Aber das nur kurz angerissen, lass uns die Sinnfrage bitte nicht in diesem Thread diskutieren - ich würde mich hier gerne auf die technischen und praktischen Aspekte beschränken.

      Nach einiger Suche habe ich einen schwarzen Arosa für 600,- gekauft, die satte Literschüssel mit Luxusaustattung. Brauchbarer Karosseriezustand. Ihr solltet alle wissen, wie so ein Auto aussieht, deshalb spare ich mir, das eine Foto zu posten, das ich gemacht habe.

      Aufgebockt, Motor raus, Arosa-Getriebe an den G40, erste Anprobe



      Das Arosa-Getriebe (ein DKG) passt tatsächlich fast perfekt an den PY. Das Getriebe hat eine Schraube mehr als der Motor, wimre. Egal. Und die seltsame Schraube hinten unten, an der die Gangschaltung verstrebt ist, musste ich mit einer etwa 2 cm dicken U-Scheibe unterfüttern. Durch einen seltsamen Zufall hatte ich so eine tatsächlich noch irgendwo rumfliegen. Damit waren dann zwei von drei Motorlagern abgehakt.
      Was Nummer drei betrifft:



      Knapp daneben, aber dazu später mehr.

      Erstmal für kleine Erfolgserlebnisse sorgen. Meine Damen und Herren, voller Stolz präsentiere ich Ihnen das MSG vom G40 auf dem Arosa-Halter:



      Danach habe ich mich um den Rost gekümmert, der hier und da auftrat, zum Beispiel im Wasserkasten:



      Nix Dolles, ärgerlich war nur das kleine Arschloch hier:



      Das ist der linke vordere Podest, an dem der Hilfsrahmen mit der Karosserie verbunden ist. Die Mutter innen drehte sich mit. Zum Glück konnte ich die mit einem Schweißpunkt durch das Ablaufloch fixieren und die Schraube lösen.
      Neues Podest gekauft, hier mal ein Blick hinein. Die Mutter ist nicht verschweißt, sondern nur in einen "Käfig" gelegt. Danke, VW.



      Morgen geht's erstmal mit nicht allzu Weltbewegendem weiter, Bremse und Vorderachse.

      Und wahrscheinlich fallen mir noch ein paar Sachen ein, die ich hier rein editiere.

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      Danke für den Zuspruch.

      Ein paar Worte zur Bremse: Ich wollte gerne 280er Scheiben vorne fahren, deshalb habe ich mir die entsprechenden Achsschenkel und Bremssattelhalter gebraucht besorgt und dazu revidierte 54er Bremssättel.



      Oben mit Hammerit Rostumwandler eingepinselt, unten mit neuen Radlager und Hammerit-Lack:



      Der Hammerschlag-Lack ist ziemlich rau, da wird sich der Dreck schön reinsetzen. War also ein Fehler.
      Die Sättel habe ich (auch deshalb) mittlerweile glänzend rot lackiert, aber ziemlich schlampig. Da wird's nur ein Foto im eingebauten Zustand geben.

      Das größere Problem war der passende Bremskraftverstärker. Ich wollte gerne einen 9"-BKV mit 23er Hauptbremszylinder nutzen.
      Im Bremsen-Umbau Thread habe ich schon folgendes Problem beschrieben: Es gibt keinen 9"-BKV, der am Ende der Druckstange eine Kugel hat und vorne den schmalen Abstand zwischen den Schrauben für den HBZ:
      Und es gibt keinen 23er HBZ mit breitem Abstand für die Schrauben ohne ABS.
      Das Problem im Bild:



      Dachte ich jedenfalls und habe dann zähneknirschend einen gebrauchten 22er HBZ gekauft, an dem noch ein 9"-BKV hing. Und siehe da: hinten Kugel, vorne der schmale Abstand. Leider ist die Teilenummer unleserlich und der Verkäufer hat auf meine Frage nach genauem Typ und Baujahr nicht geantwortet. Laut Anzeigentext stammt das Ding aus einem Golf 3...
      Allerdings: Die Druckstange ist ca. 1 cm länger als beim Lupo. Die Lösung:



      Wasserstrahlgeschnitten nach meiner Zeichnung aus 6mm Alu. Hat € 7,55 gekostet, was ich sensationell finde. Der Versand per UPS war teurer. Egal, immer noch unter 20,-



      Ohne Gummidichtung eingebaut, nur mit einem Hauch Silikon. Die Muttern innen sitzen so gerade eben voll auf den Gewinden. Pedal steht ein bisschen höher (glaube ich), hat aber noch Spiel.

      Nebenbei: Die Kugel am Ender der Druckstange ist ein Rückschritt im Vergleich zur Gabel. Beim alten BKV habe ich die Druckstange mit dem Dremel durchflexen müssen. Und selbst mit dem Bremspedal im Schraubstock war es immer noch ein verdammter Akt, den Rest der Stange aus diesem §$%&-Plastik raus zu kriegen.
      Nächstes Kapitel: Aggregateträger, Dreieckslenker, Lenkung.

      So sah der Hilfsrahmen vorher aus. (Aggregateträger ist immer so kompliziert zu tippen...)



      So kennen den wahrscheinlich auch etliche von euch.
      Entrostet, Rostumwandler, Hammerit-Lack schwarz glänzend (der sieht dem L041 übrigens recht ähnlich).

      Interessanter waren die Dreieckslenker:



      Auf dem Foto fällt's nicht so auf, aber einer von denen ist recht krumm. Mittlerweile hatte ich auch von den Längenunterschieden bei den Lenkern erfahren. Und wie jeder Mann hätte ich gerne einen längeren gehabt.
      Also ein gebrauchtes Paar vom Lupo über Ebay-Kleinanzeigen gekauft, aufgearbeitet und mit Powerflex-Buchsen versehen.
      Einer der beiden war aus dem Zubehör, was mich sonst nicht stört. Dummerweise war die Muffe für das hintere Lager nur 20 statt 22 mm hoch. Beim originalen Lager wäre das egal, aber das Powerflex saß nicht spielfrei.
      Also anderen gekauft, aufgearbeitet, den alten aufgesägt, Powerflex-Buchse raus und in den neuen rein.
      Jetzt ist es aber so wie's soll.
      Ich weiß, dass ist nicht so aufregend, aber ich finde es immer erstaunlich, wie eins zum anderen kommt und wegen solcher Sachen alles immer viel, viiieeel länger dauert, als man denkt.

      Was die Lenkung angeht:



      Davon ab: Ich hatte ja mal einen Thread aufgemacht, in dem ich nach den verschiedenen Untersetzungen fragte. Ich habe dann herausgefunden, dass beim Lenkgetriebe ohne Servo etwa 3,8 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag nötig sind, beim Servo-Lenkgetriebe ungefähr eine Umdrehung weniger.
      Ich möchte lieber die direktere Lenkung und besorgte mir ein Servo-Lenkgetriebe. Weil am G40-Motor keine Servopumpe anzubringen ist (jedenfalls nicht mit Teilen aus dem Regal), wird erstmal ohne hydraulische Unterstützung gefahren. Ich könnte sowieso mal was für meine Muckis tun. Später vielleicht eine elektrische Pumpe.

      Um den inneren Widerstand zu verringern, wollte ich die Druckscheiben (oder wie auch immer die heissen) ausbauen und habe das Lenkgetriebe zerlegt. So sieht eine Lenkspindel aus, hatte ich vorher auch noch nicht in der Hand:



      Leider bin ich an einem Sprengring gescheitert:



      Das ist ein dicker Aluring; ich schätze, der ist durch elektrochemische Korrosion festgebacken.
      Ich hab's dann gelassen. Um beim Lenken nicht die Luft zu komprimieren, habe ich Ein- und Ausgang des Lenkgetriebes miteinander verbunden, wie man auf dem Bild des fertigen Hilfsrahmens erkennen kann:



      Und nochmal von der Seite, weil er so schön ist:



      Dicker Stabi, von einem Polo GTI. Koppelstangen mit normaler Gummi-Lagerung. Warum da nicht auch Powerflex? Bauchgefühl. Ich kann's nicht erklären, aber von den Powerflexen am Dreieckslenker verspreche ich mir mehr Präzision, am Stabi fürchte ich aber ein zu viel an Härte.

      Reicht mir hier für heute.
      Ich hab gehört, im Internet soll es Fotos von nackten Frauen geben. Mal sehen, ob ich welche finde.
      Morgen dann zum interessanten Teil, dem Motorhalter. Teaser:

      Jetzt zu einschneidenden Erlebnissen.

      Erstmal überflüssigen Kram entfernen (deshalb habe ich den Innenkotflügel ausgebaut, wobei ich auf den Haufen Dreck stieß, der oben zu sehen ist - auch da bin ich bestimmt nicht der Erste, dem das passiert):



      Ich wollte als Motorlager eine Silentbuchse selber herstellen und im "U" des Trägers befestigen. Mit einem aufwendig gefertigten Modell habe ich das simuliert; so sollte die Silentbuchse aussehen:



      Und mit zwei Knotenblechen sollte die an der Karosserie befestigt werden:




      (Die Idee mit der Silentbuchse habe ich übrigens bei "Project Binky" geklaut - zwei Engländer bauen Motor und Antriebsstrang von einen Supra Turbo 4WD in einen alten Mini. Eine wirklich exzellente und amüsante Serie von Videos, leider noch nicht abgeschlossen. Wen's interessiert: Hier ist die erste Folge - in Colour!)

      Leider war derjenige, der das Auto hinterher abnehmen soll, davon nicht begeistert und wollte lieber das originale G40-Lager verwendet sehen.
      Also:



      Das ist die Verstärkungsplatte vom hinteren Getriebehalter am G40. Da alle drei Motorlager dort identisch sind, kann man die Halter tauschen.
      Allerdings: Das Gummi reicht unter die Platte und das hieß:



      Unten muss halt Platz sein.



      Um das Loch zu stopfen habe ich mir 2mm-Blech besorgt (im Nachhinein: 1,5mm hätte gereicht und wäre einfacher zu verarbeiten gewesen).
      Nach dem Anfertigen eines undokumentierten Karton-Prototypen habe ich ein paar Linien gezogen...



      ... entlang dieser Linien gefaltet...



      ... und mit diesem Gebilde das Loch überbrückt.



      Man sieht, dass auch noch ein plattes Blech innen am Rahmen vorgesehen ist.
      Hier ist es angepunktet:



      Das gefaltene Blech eingesetzt:



      Die Lagerplatte habe ich mit Muttern versehen und mit "Türmen" aus Rundrohr:



      Und so sieht das dann am Rahmen aus:



      Reichlich Dichtungsmasse, um zu tarnen, dass ich nicht der weltbeste Schweißer bin.
      Vorne ist noch ein Abschnitt eines Rundrohrs angschweißt, das die Platte stützt und den Rahmen wieder komplettiert.



      Der Motor eingebaut - größeres Foto, deshalb nur verlinkt. Yay!
      Nachdem der Motor sitzt, habe ich die Abgasanlage in Angriff genommen. Grundgedanke war, möglichst wenig Umstände zu machen, weil ich a) Arbeit an der AGA wirklich zum Kotzen finde, denn b) habe ich keine Grube oder Bühne.
      Die Arosa-AGA ist vom Durchmesser nur minimal kleiner als die vom G40, von daher wird der Leistungsverlust nicht übermäßig sein (hoffentlich).

      Beim G40 sitzt der Kat direkt am Hosenrohr - das konnte nicht so bleiben, weil er dann mit dem Aggregateträger kollidiert wäre.
      Also durchgeschnitten, das Flexrohr nach vorne gesetzt und hinten ein Stück Arosa-Rohr eingeschoben:



      Nach vorne musste ich dann nur noch ein gerades Rohr verlegen (höhö), im Bild simuliert von der Zewarollen-Pappe.



      Auspuffrohr gibt's in Zweimeterstücken für erstaunlich kleines Geld beim Teilehändler um die Ecke. Ebenso Einschweißmutter und Blindstopfen zur Umpositionierung der Lambdasonde.
      Das Ganze war langwierige Anpassungsarbeit, weil ich das natürlich möglichst spannungsfrei haben wollte. Aber insgesamt keine großes Ding.
      Vom fertig geschweißten Kram habe ich leider kein Bild gemacht.

      Im Moment hängt die AGA nur am Krümmer und am ESD. Der Kat wiegt aber ordentlich - was noch fehlt, ist also eine weitere Aufhängung in der Fahrzeugmitte. Aber das mache ich, wenn ich das Auto auf Rampen gefahren habe.

      Im Grunde ist das aber nur eine vorübergehende Lösung, um das Auto fahrbereit zu bekommen. Irgendwann in der Zukunft mache ich mir Gedanken um eine maßgeschneiderte AGA.
      Wenn man von Auto- und sonstiger Elektrik keine Ahnung hat, sollte man besser die Finger davon lassen. Oder einfach mal gucken.

      Ich kann zu diesem Thema nicht viel sagen, außer dass es eine Menge Kopfkratzen und Starren auf zwei zerfledderte Kabelbäume gegeben hat, die irgendwie vereint werden wollten.

      Es hat ein bisschen gedauert, bis ich darauf gekommen bin, dass ich nicht zwei Benzinpumpenrelais brauche (Beim Polo ist das im Kabelbaum "integriert")...

      Dazu hat's dann so eine Zeichnung gegeben:



      Ganz generell habe ich ein gutes Dutzend Seiten vollgeschrieben, die aussehen wie das Tagebuch eines Verschwörungshysterikers:



      Sonst wäre noch anzumerken, dass der Stromlaufplan an (mindestens) einer Stelle irrt. Hier die Korrektur:



      Hier noch die Geschichte, wie ich einmal ein Getriebe ruiniert und 200,- ins Klo gespült habe:
      Mit dem DKG wird der Arosa bei 6000 U/min etwa 180 laufen, das ist ein bisschen kurz. Ich habe mir also beim Verwerter für 250,- ein ETF aus einem 1,7l-Diesel-Lupo geholt (im Preis enthalten: Antriebswellen, ein Dreieckslenker und der Schnorchel zum Luftfilterkasten).
      ETF gereinigt, neuen Schaltwellensimmering eingebaut, alles wunderbar. Passt nur nicht an den Motor, was ich aber erst feststelle, als ich es montieren will.
      Großer Frust.
      Rettende Gedanke: Kupplungsgehäuse wechseln!
      Tatsächlich hätte das wohl auch funktioniert, aber durch eigene Doofheit habe ich den Rollenkäfig des Kegelrollenlagers der Abtriebswelle zerstört.
      Das hinzukriegen ist für den Heimwerker dann doch etwas zu aufwendig.

      Im Nachhinein habe ich an diesem Lager schon deutliches Pitting gefunden. Außerdem ist das ETF doch seeeehr lang.

      Jetzt ist erstmal wieder das DKG drin (gesäubert und mit neuem Schaltwellensimmering), damit es überhaupt voran geht.

      Bei Gelegenheit schaue ich mich mal nach einem anderen Getriebe um. Eilt aber nicht.
      Wenn mir jemand was anbieten will: Entweder DKF, DQW, DXP, ETD, FFR oder DKE, DPX DSQ, DXE, DXH, EQY EQZ
      Was außerdem geschah: Ich habe mir eine Domstrebe gebaut. Die handelsübliche baut für meinen Geschmack zu hoch - ich glaube nicht, dass die große Wirkung hat.

      Geabstelt aus einem Alu-Rechteckrohr. Auf dem Bild ist das rechte Ende zu sehen.
      Die Aufnahme besteht aus einem kurzen Stück Stahl-Rechteckrohr, das ich halbiert habe. Kein U-Profil, weil das in dieser Dimension zu dick gewesen wäre und weil die inneren Radien so groß sind, so dass ich nicht weit genug hinein kommen würde. Das halbe Rechteckrohr habe ich auf ein 2mm-Blech geschweißt und das dann mit ein paar Lochpunkt-Schweißungen auf den Dom geheftet.



      Vorher hatte ich eine Zeichnung gemacht, um die Längen und den Winkel zu bestimmen und die dann mit Holzlatten realisiert. Auf dem Bild unten liegt das "Modell" auf der fertigen Strebe.



      Die Strebe ist übrigens nicht geschweißt, sondern gelötet. Ich habe zwar dieses AL75, mit dem man Alu gut löten können soll, aber das hat bei mir nicht funktioniert. Entweder bin ich zu doof oder meine Campinggas-Lötlampe bringt nicht genug Temperatur - das AL75 klebte immer nur und floss nicht.
      Mit normalem Lötzinn und Reiblöten hat's dann geklappt. Ob es dauerhaft hält, steht auf einem anderen Blatt. Ich werde mal nach ein paar Kilometern nach Rissen gucken und dann entweder dieses Ding schweißen lassen oder mir doch eine Strebe aus Stahl basteln.

      Der Knick ist übrigens da drin, weil ich über den Gussbogen zur Drosselklappe kommen musste, der sitzt fast genau da drunter.



      Auf dem Bild oben sieht der aufmerksame Beobachter schon, dass ich eines nicht bedacht habe: die Zündspule.
      Die sitzt normalerweise etwas schräger an der Stirnwand, würde dann aber an meine schöne Domstrebe kommen. Also habe ich das in Fahrtrichtung rechte Loch etwas tiefer gesetzt. Weil die Zündspule dann aber mit weniger Fläche aufliegt, habe ich ein Blech dahinter geschraubt, das zur Stabilisierung etwas gekantet wurde.



      Auf dem Bild sieht man schwach die Schlitzschraube, die durch mein Stützblech in das ursprüngliche Schraubloch der Zündspule geht. Und ja, normalerweise lutsche ich lieber an des Teufels Rosette als Schlitzschrauben zu benutzen, aber ich habe hunderte, wenn nicht sogar dutzende dieser Sorte rumfliegen, von irgendwelchen Metallregalen - um zwei Bleche aneinander zu befestigen, kann man sowas schon mal nehmen.
      Die Zündspule steht auf dem Kopf.

      Man sieht übrigens auch, dass ich die Stutzen zum Wärmetauscher markiert habe - an dieser Stelle Danke an Guide und mx_totti!

      Dass der Ausgleichsbehälter nicht an seinem Platz bleiben konnte, war vorher schon klar. Ich habe den Halter abgebohrt, ein bisschen bearbeitet und an den oberen Seiten-Holm geschweißt.



      Was wiederum eine Umsiedelung des Wischwasserbehälters nach sich ziehen wird. Ich habe einen kleinen vom Scirocco2 besorgt (dort speziell für die Heckscheibe), sieht so aus (ich werde hier noch ein eigenes Bild editieren). Der steht aber wie ein "V", ich weiß nicht so recht, wie ich den befestigen soll.
      Bin für Tipps dankbar, auch was besser passende Behälter angeht. Bei Ebay gibt's auch würfelförmige universelle, aber ob die VW-Pumpe da rein passt? Für 17,98 probier ich das vielleicht einfach aus.
      Mein momentaner Gedanke: Ein Formteil aus Bauschaum, so dass der Scirocco-Wiwa-Behälter in der Reserveradmulde steht.

      Noch jemand, der umziehen musste: Der Aktivkohlefolter.
      Ich wollte gerne den Luftfilter vom Diesel verwenden - vorgetäuschte Serienoptik ist mir lieber als so'n Luftfilterpilz oder dergl. Und ich denke, dass ein 1,7 Liter Saugdiesel etwa so viel Luftbedarf hat wie ein aufgeladener 1,3er. Vielleicht sogar mehr. Immerhin gehen da durchgängig 50er Rohre raus.
      Der Austritt ist gekürzt, weil ich zum Eingang des Laders sowieso andere Wege gehen muss (und mit eine Dosenkappe gegen Schmutz geschützt).
      Für den Halter des Ansaugstutzens musste ich übrigens ein quadratisches Loch von etwa 7mm Seitenlänge auf ein rundes mit ca. 21mm Durchmesser aufbohren - anscheinend ist im Detail viel passiert. Wahrscheinlich hat VW dadurch wieder einen halben Cent gespart... aber klar, das läppert sich.



      Ach ja, der AKF. Für den habe ich gegenüber am Holm einen dicken Blechstreifen mit zwei Schrauben drangeschweißt, auf die zwei super-seltene, extrem rare, hochwertige und irre teure Halteschellen geschraubt sind. Nein, das sind keine Halter für Fallrohre, die man in der Regenrinnen-Abteilung des nächsten Baumarktes bekommt... guck doch, wie die glänzen!



      Und so sieht's dann aus, wenn der originale G40-AKF da drin hängt.



      Morgen: Muahaha! (Wenn alles gut geht)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Dellen“ ()

      Ob das passt wird sich in nicht allzu ferner Zukunft zeigen - ich habe nämlich heute einen Haufen Lupo-Teile für kleines Geld gekauft:






      In Holland für 325,- gekauft. Mit Transport und allem komme ich zwar zwischen 450,- und 500,- aus - so genau mag ich da aber nicht drüber nachdenken - trotzdem ein Schnäppchen, vor allem, wenn ich das eine oder andere Teil verkaufen kann.
      Ein bisschen verkratzt und kleine Dellen und Beulen, aber ich bin da nicht so penibel.
      Schön: Er hat die leichte Heckklappe.
      Weniger schön: Ich Vollidiot bin davon ausgegangen, dass die Batterie hinten sitzt, aber das ist anscheinend einer von den frühen 3L - die Batterie sitzt unter der Motorhaube... Was mir auch erst zu Hause aufgefallen ist: der hintere Stoßfänger ist nicht vom 3L (die Radhausschalen schon, die gucken unten raus).
      Egal.

      Ich mach jetzt mal zwei Threads in der Börse auf.

      Was den Umbau angeht, bin ich hier jetzt beim Stand der Dinge. Es wird sich also erstmal nicht viel Interessantes tun, so lange ich den 3L zerlege.
      Interessantes Projekt. Habe mir jetzt auch mal die Zeit genommen alles durchzulesen.

      So eine Umbaustory ist eben doch immernoch interessanter als "Hier ist mein Auto" ;)

      Hat dein Arosa wirklich noch E2 oder D3 und du plädierst bei der Eintragung auf's Baujahr?


      Ist übrigens nicht der erste G40, Röttele hat schon einen auf unsere Straßen gebracht und im Ausland gibt's auch ein paar.

      Der Arosa scheint vom allgemeinzustand ja deutlich schlechter dagestanden zu haben als der 3l, aber darüber darf man eben wirklich nicht nachdenken..


      Paar dinge kann ich wohl noch von meinen Umbauten Beitragen:


      Es gibt definitiv einen passenden 23er HBZ ohne ABS, ich muss jedoch gestehen, dass ich einfach vergessen habe von welchem Auto er stammt.. War es vielleicht der T4? (Glaub das hatte ich im anderen Thread auch schonmal erwähnt.)

      Wenn du bei der AGA etwas mehr Rohrdurchmesser haben willst, dann greif zur Diesel AGA. Die kostet im Zubehör fast nichts und hat deutlich mehr Durchmesser als die kleine 1.0er.

      Und zum Wischwasserbehälter, ich habe im Gti jetzt auch einen kleinen (1l oder sowas) universellen von eBay. Dort war eine Pumpe dabei, die originale vom Lupo hat aber auch gepasst.



      Zur Domstrebe, ich denke nicht dass das gelötete wirklich hält, aber da würde ich grundsätzlich auch eher auf Stahl setzen. Habe auch vor mir selbst eine zu bauen, da es auf dem Markt ja nichts vernünftiges gibt.

      Und zum Thema Getriebe, wenn du den Wagen nur Just 4 Fun bewegst, dann lass das 1.0er drin. Der Anzug wird damit vergleichbar oder besser Gti sein.
      Wenn dir allerdings die Endgeschwindigkeit fehlt, dann gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit sich der Gangräder anderer Getriebe zu bedienen.

      Habe meines auch bei der Überholung umbauen lassen und das für wirklich kleines Geld.

      tris schrieb:


      Hat dein Arosa wirklich noch E2 oder D3 und du plädierst bei der Eintragung auf's Baujahr?

      Euro 2, extra gesucht.

      tris schrieb:


      Ist übrigens nicht der erste G40, Röttele hat schon einen auf unsere Straßen gebracht und im Ausland gibt's auch ein paar.

      Röttele berät mich ein bisschen und wird die Eintragung machen. Ich wollte seinerzeit den Arosa kaufen, den er umgebaut hatte, aber der wurde mir vor der Nase weggeschnappt.
      Die relative Originalität dieses Umbaus ist nur angenehmer Nebeneffekt. In erster Linie freue ich mich darauf, den G40 in einem kompetenten Chassis zu erleben.

      tris schrieb:


      Der Arosa scheint vom allgemeinzustand ja deutlich schlechter dagestanden zu haben als der 3l, aber darüber darf man eben wirklich nicht nachdenken..

      Ach, der 3L ist auch ziemlich verhunzt. Substanziell sind beide ok. Der Arosa war bis vor kurzem das jüngste Auto, das ich je hatte; ich bin größeren Kummer gewöhnt.

      tris schrieb:


      Wenn du bei der AGA etwas mehr Rohrdurchmesser haben willst, dann greif zur Diesel AGA. Die kostet im Zubehör fast nichts und hat deutlich mehr Durchmesser als die kleine 1.0er.

      Ich hab mir gestern den ESD vom 3L angeschaut und das Rohr, das da hingeht und auch schon gedacht: "Hmmmm..."

      tris schrieb:


      Und zum Wischwasserbehälter, ich habe im Gti jetzt auch einen kleinen (1l oder sowas) universellen von eBay. Dort war eine Pumpe dabei, die originale vom Lupo hat aber auch gepasst.

      So einen? Den habe ich im Auge. Wenn Du sagst, der ist ok...

      tris schrieb:


      Zur Domstrebe, ich denke nicht dass das gelötete wirklich hält, aber da würde ich grundsätzlich auch eher auf Stahl setzen. Habe auch vor mir selbst eine zu bauen, da es auf dem Markt ja nichts vernünftiges gibt.

      Was das Löten angeht, lass ich mich überraschen. Ich wollte das einfach mal ausprobieren und das ist ja kein sicherheitsrelevantes Bauteil.

      Was Alu an dieser Stelle angeht, habe ich keine Zweifel (gescheite Materialstärke vorausgesetzt). Ich habe vor einiger Zeit mal eine Mail an Wiechers geschrieben, was dort für Kräfte auftreten. Man konnte/wollte keine konkrete Antwort geben, weil das ja von vielen Faktoren abhängt, Fahrzeuggewicht, Achsgeometrie und sonstwas. Aber:
      "...resultieren daraus Kräfte zwischen 400-1200 N, was bei Erdbeschleunigung g annähernd Gewichten von 40-120 Kg entspricht."
      Das heißt für mich: Wenn ich (mit Klamotten rund 90kg) mich darauf abstützen kann, ohne dass das Ding sich verbiegt, reicht es für's Auto.
      Wenn ich auf Stahl wechsle, dann vor allem deshalb, weil ich das selber schweißen kann.

      tris schrieb:


      Und zum Thema Getriebe, wenn du den Wagen nur Just 4 Fun bewegst, dann lass das 1.0er drin. Der Anzug wird damit vergleichbar oder besser Gti sein.
      Wenn dir allerdings die Endgeschwindigkeit fehlt, dann gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit sich der Gangräder anderer Getriebe zu bedienen.

      Habe meines auch bei der Überholung umbauen lassen und das für wirklich kleines Geld.

      Das soll eigentlich mein Alltagsauto werden, mit gelegentlichem Einsatz bei Trackdays. Beim längeren Getriebe ist mir nicht so sehr die Endgeschwindigkeit wichtig, sondern entspannteres (und sparsameres) Fahren bei 100 - 110 km/h.
      Aber wie gesagt, das ist ein Problem für einen anderen Tag.
      Mich würde aber interessieren, was kleines Geld für Dich ist (evtl. per PN).

      Ansonsten Danke für Deinen Input.