Mein Lupo G40

      Die Stabis sind alle 18mm stark bei den HA vom Lupo, ob nun alle restlichen Bleche exakt genauso dimensioniert bei allen Achsentypen sind, hab ich bisher noch nicht geprüft.

      Bisher habe ich tatsächlich nur den baulichen Unterschied im Bereich des ABS Sensors (Freigang) festgestellt und das die GTI Achse ab Werk mit mehr Sturz versehen ist.
      Der Sturz ist natürlich auch ein Argument für die GTI-Achse... Andererseits hätte ich dann mit der ET35-Felge das Rad 18 mm weiter nach außen und müsste vielleicht bördeln. Das wollte ich eigentlich nicht.
      Im Moment neige ich zu tottis Lösung.

      ABS ist kein Thema, habe ich ja nicht.
      Bevor ich es wieder vergesse: Die Motorhaube passt drüber, hatte ich schon vor ein paar Tagen ausprobiert. Der Deckel des Ausgleichbehälters hat einen guten Zentimeter Luft nach oben.

      Was die Bremse angeht: Ein freundliches Mitglied dieses Forums hat mir je einen Sattel und Sattelhalter zum Vergleich geschickt - ich habe die richtigen Teile, sie passen nur nicht so gut, wie ich gehofft hatte. Ich werde auf jeden Fall Spurplatten fahren müssen, zu einer Felgen-ET von 35 kommen nochmal 8-10mm. Damit werde ich wohl keinen negativen Lenkrollradius mehr haben, zusammen mit dem servolosen Servo-Lenkgetriebe und 195ern wird das ein Fest für die Muckis. Und die Kiste wird jeder noch so kleinen Spurrille hinterher rennen. Fahren wie in den Siebzigern!
      (Vielleicht isses aber auch nicht so schlimm. Mal abwarten)

      Was in den letzten Tagen passiert ist: Batterie eingebaut.
      Nochmal zur Erinnerung:


      Das ist eine Hawker Enersys Odyssey Extreme PC545. EXTREME!!! Wiegt etwas über 5 kg. Üblicherweise wird die in Motorrädern eingebaut. In der gewichtsbewussten MX-5-Szene pflanzt man die aber auch mal gerne ein und hat dort gute Erfahrungen gemacht. Da mein Sparbrötchen-Arosa auch nicht mehr Verbraucher hat als ein MX-5 (sogar weniger, die haben meistens E-Fensterheber), sollte das also funktionieren.

      Als Einbauort bot sich natürlich die Reserveradwanne an, aber weil ich dort zu keiner für mich befriedigenden Lösung gekommen bin, was die Kabelführung angeht, habe ich mir was Anderes überlegt.

      Zuerst gab es wieder ein CAD-Modell (Cardboard Aided Design):



      Dann wieder einen Haufen Linien auf flachem Blech:



      Und nach reichlichem Hämmern, Biegen, Fluchen, Schweissen und Lackieren kam das dabei raus:



      Ich hoffe, man kann das auf dem Foto einigermaßen erkennen (ich hätte vor dem Lackieren fotografieren sollen): Im Prinzip ist das eine rechteckige Wanne, in der die Batterie steht. Die Ränder der quadratischen Löcher im Boden sind für ein Plus an Stabilität nach unten gekantet. Auf der einen Seite ist ein rundes Loch im Boden, auf der anderen schaut eine Schraube raus, die von unten an den Boden geschweißt wurde.
      Diese beiden Features sind für folgendes Ding vorgesehen:



      Lange Schrauben, links mit einer Unterlegscheibe, die über die Schraube am Batteriekasten kommt. Die rechte Schraube wird von unten durchgeschoben, der Knebel verhindert, dass die Schraube sich mitdreht, wenn ich die selbstsichernde Mutter ganz oben anziehe; die normale Mutter verhindert nur, dass die Schraube durch das Loch im Batteriekasten fällt. Das weiße Alu-Rechteckrohr drückt natürlich die Batterie auf den Kasten.
      Ich musste das so kompliziert bauen, weil der Einbauort etwas fummelig ist.
      Hier ein Foto, wie sich das Schweißen gestaltet hat:



      Wer jetzt immer noch nicht weiß, wo die Batterie nun sitzt, hier ein Bild im (fast) fertigen Zustand:



      Fahrerseite, zwischen B-Säule und Radkasten. Passt so gerade eben, wenn man die Batterie "reindreht".

      Das Massekabel stammt vom Polo und geht direkt an die B-Säule, bzw. an die Schraube, die ich da aufgeschweißt habe.



      Auf dem Foto ist das Massekabel noch mit einer Inbusschraube an der Batterie befestigt, die endgültige Lösung ist aber ein eingedrehter Gewindestift und eine selbstgebaute "Monster-Flügelmutter":



      Die ist einfacher zu lösen, wenn ich die Batterie mal abklemmen muss. Ich habe nämlich nur beschränkten Zugang, eine Öffnung in der Abdeckung:



      Dazu habe ich ein Loch in die Abdeckung geschnitten und ein paar Leisten dahinter geklebt:



      Auf das ausgeschnittene Rechteck kam ebenfalls eine Leiste:



      Geschlossen sieht das ganze so aus:



      Wenn da noch ein Verbandskissen drin liegt, also sehr unauffällig.

      Nächstes Update: Wahrscheinlich mein Kampf mit dem Pluskabel.
      So hab mir jetzt auch mal die Zeit genommen den ganzen Thread durch zu lesen und ich bin begeistert sowohl von der Schreibweise und Dokumentation, als auch vom Vorhaben selber.
      Vor allem musste ich lachen als ich die gleiche CAD-Modell Methode gesehen hatte :D





      Warum hast du die Batterie eigentlich nicht auf die Beifahrerseite unter gebracht? Ich mein 5kg sind jetzt nicht die Welt, aber dennoch würden sie ein Hauch von Gleichgewicht gegen den Fahrer anstreben. Weiß natürlich nicht wie schwer du bist, ob es sich dann überhaupt lohnt :P

      Bin aber echt schon gespannt auf weitere Schritte :)

      Norris schrieb:


      Warum hast du die Batterie eigentlich nicht auf die Beifahrerseite unter gebracht?

      Da kann ich nur Boris Becker zitieren: "Äääääh..."
      Der Weg ist auf der Fahrerseite eben gerader. Ich habe ursprünglich die Batterie überhaupt nur versetzen wollen, weil die dem Ladeluftrohr im Weg wäre - da die Odyssey aber auch liegen kann, war dieser Notstand eigentlich gar nicht mehr vorhanden. Habe ich aber nicht dran gedacht.
      Also: Zwischendurch mal öfter innehalten und überlegen.

      Zum weiteren Verlauf:
      Zwischendurch habe ich die Benzinleitungen angeschlossen, passt ohne weitere Maßnahmen. Ich hoffe, ich habe Vor-und Rücklauf nicht vertauscht.


      Wasserschläuche zur Heizung sind auch erledigt. Die vom G40 sind etwas kleiner und passen genau in die vom Arosa; ich hatte erst überlegt, die ineinander zu stecken und zu verkleben, aber das war mir zu unsicher. Beide passen über eine 1¼"-Muffe aus dem Gartenbereich. Sieht kacke aus, funktioniert aber. Und wieder: Ich hoffe, ich habe Vor-und Rücklauf nicht vertauscht.



      Da ich einen schwarzen Teppich erworben habe und der alte, graue sowieso raus musste, habe ich die Gelegenheit genutzt und mir Schrauben durch den Wagenboden gedreht, die später eine Auspuffhalterung aufnehmen sollen. Die Schrauben kommen genau dort raus, wo vorher die Grobgewindestifte saßen, an denen das Hitzeschutzblech fixiert wird.
      Weil ich gerade keine passenden Schrauben zur Hand hatte, habe ich Gewindestangen entsprechend abgelängt und eine große U-Scheibe und eine Mutter angeschweißt. In die Kerben der U-Scheiben kamen dann die Schweißpunkte (die müssen nix halten, nur das Verdrehen verhindern).



      In die Löcher habe ich ein Gewinde geschnitten, dadurch brauchte ich nicht die Schraube mit der Hand fixieren. Muss aber nicht sein.



      Zum Schluss ordentlich Fett drauf, auch von unten.




      Jetzt aber: Das Pluskabel. Ta-daa!

      Am Anfang stand die Überlegung, den Klimbim, der original auf der Batterie sitzt, möglichst unverändert zu übernehmen und dazu einen Sockel zu bauen, an dem der Strom vom Pluskabel an einen Pol übergeben wird.
      Etwa so:



      Durch die Öse des Pluskabels wird der Pol geschraubt, an den Pol wird das Kabel zu Anlasser und Lima befestigt; über diese Befestigung wiederum wird der Hauptsicherungskasten fixiert.
      Kleines Problem:



      Lösung:



      Soweit, so gut, jetzt noch der Sockel.

      Vorneweg: Ich habe nicht den originalen Batteriekaste umgebaut, weil ich den erst wiedergefunden habe, nachdem ich meine Spezialanfertigung vollendet hatte. Tipp Nr. 2 für heute: Ordnung halten.
      Als Ort wollte ich ungefähr den der originalen Batterie nehmen.
      Also wieder ein Modell gebaut:



      Das liegt da nur so lose und nicht an der richtigen Stelle, aber man kann die drei Schrauben auf dem Getriebehalter erkennen, die in die entsprechenden Löcher der Pappe passen.
      Als Material sollte natürlich etwas isolierendes dienen. Ich hatte erst an Holz gedacht, bin dann aber auf Polyethylenplatten gestossen, in folgender Dosierung:



      Kaufland, € 2,59...
      Drei Stück hätten gereicht, wäre ich nicht wieder zu schlau gewesen: PE kann man nur mit sehr speziellem Kleber kleben; erst muss die Fläche mit einem "Aktivator" bestrichen werden, dann kommt der eigentliche Kleber. Um eine möglichst glatte Fläche zu erhalten (die Schneidbretter sind schraffiert), dachte ich: Bisschen Erhitzen, verlaufen lassen.
      Das Ergebnis: Tatsächlich, eine schöne glatte Oberfläche! Nur nicht ganz plan...



      Egal, neuer Versuch, sah dann besser aus. Auch geklebt, aber zur Sicherheit noch mit PE-Schrauben verbunden. Auf dem folgenden Bild noch nicht, da war nur während des Klebens verschraubt. Die versenkte Schraube ist in den unteren Teil gedreht, der so aussieht wie das Pappmodell oben. Diese Schraube stützt sich hinterher auf dem Getriebehalter ab, dort, wo kein Gewinde ist. Bisschen doof zu erklären. Egal.



      Versenkt ist die deshalb, weil da noch ein Türmchen drüber sollte. Das hier:



      Da auch wieder zwei Senkungen, weil da die Schrauben reinkamen, die Turm und Boden miteinander verbinden. Der Turm besteht aus zwei länglichen Platten (gucken oben rechts raus) in denen ein Loch für eine weitere Schraube für die Befestigung am Boden ist; hinter dem mittigen Loch steckt eine M6-Einschlagmutter. In die wird später der Pol gedreht
      Auf den länglichen Platten vier kürzere, die gleichen Abmessungen wie der Hauptsicherungskasten.

      So sieht das Ganze dann an Ort und Stelle aus, inklusive dem angeschraubten Pluskabel:



      Rechts neben dem Pol ragt noch eine Schraube aus dem Boden - falls ich das Pluskabel mal abziehen muss, stecke ich das da drüber, damit es nicht versehentlich an Metall gerät.

      Das Anlasserkabel habe ich noch mit einem Kunststoffrohr versehen, damit es nicht am Getriebehalter scheuert.



      Da kam dann noch Isolierband drum, uninteressantes Foto.

      Komplett montiert:



      ... und mit Deckel drauf. Der ist über dem Pluskabel leicht ausgedremelt, sieht man vielleicht noch so gerade eben.



      Und, ja, ich weiß: Das wird ein ziemlicher Tanz, wenn ich den Strom mal trennen muss.

      Das Batteriekabel stammt übrigens von einem BMW 3er (E36). Nachdem ich wusste, wo das Ende endet, habe ich etwa 70 cm gekürzt und eine neue Öse angelötet.
      Es kommt aus der Spritzwand ziemlich gerade auf den Pol zu. In der Gummitülle steckt ein Leerrohr - falls die Tülle durchscheuert, kommt nicht sofort die Isolierung des Kabels an das Blech...



      Von der Innenseite betrachtet:



      Nochmal eine ähnlich Perspektive, aber ein bisschen weiter nach links: Über das scharfkantige Blech habe ich das Kabel auch lieber durch ein Leerrohr geführt. Gibt's in jedem Baumarkt bei Elektroinstallation.



      Weiter unten geht es durch den Steckerhalter an der A-Säule. Auch hier ein Stück Leerrohr, damit die Schraube des Halters nicht scheuert.



      Weiter durch die regulären Kabelclips, passt von der Dicke so gerade eben



      Der eigentliche Kabelbaum geht jetzt über die Gurtstange, sonst hätte das alles zu viel aufgetragen



      Und nochmal der Blick auf die Batterie. Dieses Leerrohr habe ich mittlerweile wieder entfernt, die Abdeckung passt sonst nicht.
      Aber da ist die Scheuergefahr auch nicht so groß.



      Im Moment arbeite ich ein GTI-Hinterachse auf, die soll in Kürze rein, weil ich Felgen zur Anprobe leihen will.
      Geiles Ding. Super gelöst! Habe im Lupo V5 Umbau auch ein 3er BMW Kabel drin. Das aber ein wenig dicker. Habe es ähnlich verlegt und ähnlich gemacht. Nur auf die Idee mit dem (ehemaligen) Schneidbrett bin ich nicht gekommen. Habe einfach die alte Batteriehalterung vom 1.4er Benziner umgebaut und den Potenzialverteiler daran befestigt. weiter so!!! Schöner Umbau!
      Eigentlich wollte ich schon längst ein Update gepostet haben, aber wir waren von Donnerstag, den 10., bis gestern ohne Internet.
      Mit der ausführlichen Geschichte unserer Offlinigkeit werde ich die armen Leute in Heimbach langweilen, hier nur die Kurzversion: Die Telekom und 1&1.

      Zum Thema: Noch ein letztes Bild der Batterie, die Pluspolabdeckung. Extrem aufwendig und kostenintensiv per Rapid Prototyping hergestellt, sieht nur zufällig so aus wie eine halbierte und zurecht geschnitzte Lebensmitteldose. Befestigung über PE-Schraube im Pol.



      Wir wissen alle, wie leicht der Luprosa auf der Hinterachse ist (gerade, weil ich ja auch die 3L-Heckklappe verbaut habe), zudem soll meiner im Alltag eingesetzt werden. Also habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und eine AHK verbaut. Leider habe ich vergessen, die zu wiegen, aber 15 kg hat die bestimmt.



      Beim universellen Kabelsatz waren die sieben Kabel auf zwei Schläuche verteilt, ich weiß auch nicht warum. Ich habe mir transparenten Schlauch geholt und die Kabel da durch geführt. Geht auch sauberer in die Karosserie. Das Loch habe ich nicht neben das der Kennzeichenkabel gebohrt, sondern links davon. Man sieht, dass ich dann knickfrei eindringen kann (Hier ist wahrscheinlich ein Wortspiel mit Ficken vergraben, aber ich habe gerade keine Lust zu buddeln).



      Von innen habe ich eine ebenfalls hochpräzis gefertigte U-Scheibe aus modernstem Material einsetzen müssen, weil die Kabeltülle für deutlich dickere Blechstärken ausgelegt ist, als der Luprosa an dieser Stelle aufweist. Damit liegt die Tülle stramm an und lässt hoffentlich kein Wasser rein.



      Die Kabel habe ich ganz brutal in den Kabelbaum des Autos eingelötet. Ätzende Arbeit. Meine Frau hat mir geholfen, wir hatten trotzdem noch drei Hände zu wenig.



      Zur Montage der AHK muss man auf der einen Seite den ESD lösen, was kein Problem ist - Danke, VW, dass dessen Halter verschraubt sind.
      Auf der anderen Seite muss der Tankstutzen gelöst werden. Die untere Schraube ging ab, wie sie soll, die obere nicht. Abgerissen, weil extrem korrodiert. So ist das halt, wenn in der Konstruktion keine Innenkotflügel vorgesehen sind und man eine Dreckfalle dort oben hin baut.
      An dieser Stelle mein Rat an Besitzer früher Arosas: Baut mal gelegentlich den Tankdeckel ab und reinigt den Stutzen dahinter. Ist aber wahrscheinlich schon zu spät. (Ich nehme an, jüngere Arosas haben Innenkotflügel).
      Schweißen an der Stelle, ohne den Tank auszubauen? Nee, danke. Also ein Notbehelf.




      Die AHK wird an Stelle des Pralldämpfers an den Innenseiten des "Rahmens" geschraubt. D.h. der Rahmen ist nun offen, wie man oben sieht. Ich habe zum Zwecke der späteren Behandlung mit Sanders-Fett Löcher an den entsprechenden beiden Stellen in den Stoßfänger gebohrt und mit einem Gummi-Stopfen verschlossen. Spannendes Foto.



      Auch noch am Hinterteil: Weil die 3L-Klappe ja oben länger ist als die normale, sitzt meine Antenne zu weit hinten - sie kommt an die Kante der geöffneten Klappe. Ich habe deshalb ein Stück Gewindestange M5 auf passende Länge geschnitten, unten eine Mutter mit Schraubenkleber aufgedreht und etliche Lagen Schlumpfschrauch dumm geschlumpft.
      Hier der Stift auf einer großen U-Scheibe, zum Lackieren (Mattsch-Warz aus der Dose)...



      ... und hier montiert. Man sieht, es ist knapp. Die Qualität des Empfangs interessiert mich nicht, ich mag eh kein Radio hören. Aber so sieht's besser aus als mit Blindstopfen im Antennenloch oder gar nix im Fuß.



      Morgen mehr.
      Wenn ich's recht bedenke, hoffe ich eigentlich, dass ich die Internet-Farce in drei Wochen vergessen habe...

      Der Arosa:
      Die GTI-Hinterachse, die ich gekauft habe, sah auf den zweiten Blick doch ziemlich kacke aus und bedurfte einiger Arbeit. Hier mal ein Bild von den Bremssätteln und meinem bevorzugtem Werkzeug zum Entfernen von Korrosion. Bei Stahl nehme ich auch gerne einen Fräser mit 12 mm Durchmesser in der Bohrmaschine. Etwas langwierig, aber man bekommt auch den harten Rost gut runter. Und der Staub rieselt zum größten Teil einfach zu Boden.



      Stahlflex-Bremsschläuche habe ich übrigens mittlerweile auch, bezogen von kaido-autsport.de. Sogar rote - uuuiiih! Der Herr Reiche dort hat mich gut beraten: Im Prinzip habe ich den Satz für den Arosa, nur eben vorne mit dem passenden Anschluss für den Corrado-Sattel. 110,- inkl. Versand, kann man nicht meckern. Ob die taugen, wird sich zeigen. Ich hoffe, ich kann dann noch berichten.

      So sieht's jetzt vorne aus:



      Bei der Gelegenheit noch ein Shout-Out: Das Fahrwerk habe ich von henni-gmbh.de. Auch dort bin ich (wahrscheinlich) sehr gut beraten worden.

      Apropos Fahrwerk: Es ist ein ST XA, baugleich mit KW Variante 2, aber nur in unedlem Stahl, dafür deutlich preisgünstiger. Die Härteverstellung erfolgt oben am Dämpfer mit einem kleinen Rädchen, das man aufsteckt. Vorne kein Problem, aber hinten...



      Ach so, hier noch ein Bild von meinem Federspanner...



      Bei einer 12-Zylinder S-Klasse würde ich das auch nicht machen, aber bei so leichten Autos klappt das ganz gut.

      Ja, die GTI-HA... wie befürchtet, bringen die 8 mm mehr Spurweite Komplikationen mit sich, was die Räder betrifft. Es werden 7x15 mit 195/50, und das ist schon ziemlich knapp.



      Also habe ich mit Hausmittlen gebördelt.



      Ein Kunststoffrohr über einem Stahrohr, Holzklotz auf den Reifen... wie zu Großvaters Zeiten. Natürlich ist der Lack geplatzt. Aber, wie schon früher erwähnt, das schwarze Hammerite ist dem L041 ziemlich ähnlich.
      Ich habe dann nochmal die Federn raus genommen und die Kiste auf die Anschläge gesetzt: Immer noch verdammt knapp. Ich bin gespannt, was der Prüfer sagt. Ziehen werde ich nicht, dann baue ich lieber auf eine normal breite HA um.

      Gleich mehr zum Thema Felgen, erst noch ein kleiner Umweg über "Fahrwerk einstellen ohne Prüfstand"
      Zuerst bindet man sich lange Wasserwaagen auf die Felgen, etwa so:



      Wenn man die dann senkrecht stellt, kann man den Sturz einstellen, oder zumindest auf Null bringen.



      In ungefähr waagerechter Position lässt sich die Spur einstellen.



      Ich habe das so gemacht: Die Oberkante der Wasserwaagen geht durch den Radmittelpunkt. Den habe ich markiert und von da aus Markierungen bei 60 und 160 Zentimetern angebracht.
      Von diesen Markierungen aus habe ich erst diagonal gemessen, um sicher zu sein, dass die Räder gerade stehen (oder zumindest symmetrisch).
      Misst man dann die Abstände zwischen gleichen Markierungen kann man die Spur bestimmen. Ich hatte bei der 60-Markierung 158 cm Abstand, bei der 160-Markierung nur 156 cm zwischen den Latten.
      Man kann das bestimmt auch ausrechnen, aber ich habe noch ein altes Programm zum Technischen Zeichnen, da habe ich das skizziert und mir den Winkel dann anzeigen lassen: 0,6°. Ziemlich viel.

      Ich habe dann auch die Spur auf 0° eingestellt.
      So gut es ging. Mir ist natürlich klar, dass das nicht wirklich präzise ist. Aber ich bin schon der Meinung, dass man auf diese Weise passable Ergebnisse erzielen kann, wenn man sorgfältig arbeitet. Es wird auf jeden Fall reichen, das Auto sicher zum Vermessen beim Profi zu bringen. Mal sehen, was der dann sagt, wie nahe ich am Soll liege.

      Die Felgen:
      Ich wollte eigentlich 15"-BBS-Felgen vom Golf nehmen, die im Design den 13" des G40 entsprechen. Dummerweise passen die nicht über den Sattel der Corrado-Bremse. Das Speichen-Design der Wunschfelge ist etwas anders als bei oben der mit den Latten dran, aber an der kann man das Problem auch erkennen: die Speichen sind zum Rand hin nach innen gebogen.
      Je dicker der äußere Bremsklotz, je größer das Problem.
      Eine Lösung wären Spurplatten, aber dann würde ich mir den Lenkrollradius noch mehr versauen. Ich hätte dann mindestens ET30, dazu 195er und ein Servolenkungsgetriebe ohne Servounterstützung. Hallo, Spurrille, dass ich dich gefunden habe, macht mich Taumeln vor Glück.
      Die Alternative wäre ein dünnerer Bremsklotz.
      Der vom Corrado ist 19 mm dick, der vom Lupo GTI nur 16 mm. Davon habe ich mir einen Satz zugelegt (Danke, Norris, für die Brembo-Nummern), aber das sind immer noch 3mm zu viel, wie ich feststellen durfte.

      Also:



      Ich habe zwei Klötze auf 13mm runter gefräst. Ich weiß, ziemlich hanebüchen auf den ersten Blick. Kein Grund zur Sorge, ich werde den nicht verbauen. Vor allem, weil ich dann nur noch effektive drei Millimeter Belagstärke nutzen könnte. Die Feder ragt nämlich in den Belag.



      Oben der gefräste, darunter der vom GTI, ganz unten Corrado. Irgendwie ist das Beschiss, dass man den Belag nicht auf einen Millimeter vor der Trägerplatte runter fahren kann.

      Von einem MX-5-Kollegen habe ich OZ Superleggera geliehen, die passen problemlos über den Sattel, sogar mit den dicken Corrado-Bremsklötzen.

      Weil ich die aber erst kaufen müsste, und meine Frau mir (zu recht) in den Ohren liegt, wie viel Geld dieses verdammte Kackfass von Bonsai-Auto verschlingt, nehme ich das, was ich eh noch rum liegen habe.

      Ausweispapiere bereithalten, wir erreichen die Grenzen des guten Geschmacks:





      Artec Dreispeichen. Meine Frau findet die super und hatte die auf dem MX-5. Ich finde die zum Kotzen, muss aber zugeben, dass das rundliche Design zum Lupo ziemlich gut passt.
      Alles schön und gut, aber ein Rad wiegt satte vier Kilo mehr als die Superleggera. Das stinkt mir. Ich hatte woanders schon geschrieben, dass die größere Bremse mit allem Pipapo im Vergleich zur kleinen Arosa-Bremse fünf Kilo mehr ungefederte Masse mit sich bringt. Und wenn man schon Klumpfüße hat, muss man ja nicht auch noch Taucherschuhe tragen.
      Hier die drei Felgen mit Reifen im Vergleich (auf Personenwaage gewogen, nicht grammgenau nehmen):
      OZ 7x15: 12,5
      BBS 6x15: 14,6
      Artec 7x15: 16,3

      Der aktuelle Plan ist, die Artec erstmal zu fahren, zum Winter hin M+S-Reifen da drauf zu ziehen und dann nach Superleggeras für den Sommer 2017 zu gucken.

      Ab morgen dann wieder einigermaßen aktuell: "§$%&! Warum startet die Kiste nicht?"
      Hier ist endlich mal ein Bild von den Felgen, die ich drauf packen wollte.



      Hier zum Vergleich ein Bild von einem originalen Polo 2F G40

      Nebenbei: ich habe die Schließzylinder des 3L voreilig verkauft und musste dann feststellen, dass die von der Arosa-Stahltür nicht kompatibel sind. Im Nachhinein: Hätte ich mir denken können. Ich habe dann gebrauchte gekauft; zusammen mit der Motordämpfung, die bei meinem Schlachter fehlte.
      Die Schließzylinder habe ich auseinander genommen und auf meinen Schlüssel umgebaut. Anleitung, wie so etwas geht, folgt in den nächsten Tagen.

      Beim Zusammenbau der ganzen Motorraum-Innereine gab es dann ein paar Überraschungen: Der Kupplungzug kollidiert mit dem unteren Schlauch des Ausgleichsbehälters (kein Problem, wird etwas anders geführt), der Wischwasserbehälter stößt an das Pluskabel. Muss an den anderen Dom.
      Packaging ist eben nicht trivial.

      Beim ersten Startversuch drehte der Anlasser nur sich selbst, nicht aber den Motor. Ich dachte erst, der Magnetschalter wäre defekt, nach Ausbau und Test konnte ich das aber ausschließen. Genauer Vergleich zeigte, dass das Ritzel des G40-Anlassers rund acht Millimeter weiter raus kommt.
      Die "Kappe" des Arosa-Anlassers, in der diese Seite der Welle gelagert wird, fehlt beim G40-Anlasser, da gibt es ein Pilotlager in der Getriebeglocke. Sogar noch im DKG des Arosa.



      Vor'm zweiten Versuch habe ich noch einige Zeit darauf verwendet, herauszufinden, welche Benzinleitung Vor- und welche Rücklauf ist. Blau ist Rücklauf, entgegen meiner Befürchtung habe ich richtig angeschlossen.

      G40-Anlasser eingebaut (was von oben überraschend einfach ging), dreht den Motor, der springt aber nicht an. Es kommt kein Funke aus den Kerzen.
      Das ist der aktuelle Stand, Fortsetzung folgt.
      alive.jpg

      Motor läuft.
      Ich hatte ja gesagt, dass ich nicht viel von (Auto-)Elektrik verstehe, deshalb bin ich einigermaßen stolz, dass ich die Kiste ohne Hilfe ans Laufen bekommen habe.
      Hat ein bisschen gedauert, letzten Endes war es so, dass das Steuergerät keinen Strom bekommen hat. Hört sich an wie ein sehr offensichtliches Ding, aber beim G40 sind zwei Relais im Kabelbaum und die müssen erst geschaltet werden, bevor sich was tut. Bin ich lange nicht hintergekommen, wer wie was wo.

      Ein paar Baustellen habe ich noch, im Moment sieht's so aus:



      Das Bild ist mal ein bisschen größer, damit die Feinheiten des Kabelsalates besser zur Geltung kommen. Lüsterklemmen sind 'ne feine Sache...

      Die habe ich auch woanders gebraucht:



      Zeigt dieses Bild nicht in der Polo-Szene rum, weil ich da ganz erbärmlich gepfuscht habe: Der braune Stecker gehört eigentlich in die weiße Buchse und versorgt da die K-Leitung. Den passenden Stecker hatte ich aber nicht mehr, also musste der braune für Plus und Minus herhalten - die Stecker sind nur in eine Richtung vertauschungssicher, zu meinem Glück. Auf der K-Leitung in der weißen Buchse habe ich das Kabel mit einem Stück Schlauch fixiert.
      Hat geklappt, ich konnte das Motorsteuergerät damit auslesen:



      Hat mir ein sehr guter G-Lader-Kumpel freundlicherweise geliehen. Ich finde das Design dieses Teils brilliant!
      Und es taugt natürlich auch, ich konnte alles auslesen und die Fehler löschen (Airbag, weil ich die Zündung mal angemacht habe, als der draussen war; Geber Kühlmittel im Kombiinstrument, wegen des Fehlers im Stromlaufplan erst falsch angeschlossen; Lambdasonde im Motor-STG, wohl auch mal bei eingeschalteter Zündung nicht dran gehabt).
      Die Fummelei oben wird aber noch solide gemacht, ich kann die K-Leitung vom G40-STG einfach mit an den OBD-Strang des Arosas hängen.
      Dafür und für noch ein paar zukünftige Ideen (zB Zusatzinstrumente) pflücke ich gerade den Kabelbaum des 3L auseinander, um da ein zusätzliches Stecker/Buchsen-Paar (die bunten, am Relaisträger) zu installieren*.
      Sobald das passiert ist, wird der Kabelbaum von meinem sortiert, gestrafft und ordentlich verlegt.

      Das Kombiinstrument piept einmal, wenn ich die Zündung einschalte, es leuchtet aber nur die kleine Zapfsäule - warnen die Luprosas auch akustisch vor leerem Tank? Beim nächsten Tanken mit 'nem anderen Auto nehme ich mal einen Kanister mit, dann wird sich die Frage schnell klären.

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      @olli222: Danke. Was das Auspinnen angeht, habe ich mittlerweile ein Video gefunden, dass zeigt, wie man so ein Werkzeug selber machen kann. Spaß für die ganze Familie.

      @tris: Ok, aber mein Tacho ist vom Polo GTI?! Ich werd's morgen sehen, hab heute einen Kanister befüllt. Wenn nicht die Hälfte daneben gegangen wäre und das Ding stinken nicht würde wie Teufel, hätte ich heute schon getankt.
      Wenn die Zapsäule nicht mehr leuchtet, es aber trotzdem piept, geht das Raten los...

      Übrigens habe ich gestern mit meiner Frau geblödelt, wie wir das Teil nennen, wenn's fertig ist. Wir haben kurz 6er VAG in Erwägung gezogen, sind dann aber wegen der Zusammensetzung von Polo, Lupo und Arosa bei Poporosa hängen geblieben.
      Bei dem Piepen würde ich eher spontan auf Wegfahrsperre tippen.
      Das mit der Zapfsäule könnte ein Zufall sein. Da der Tacho aber auch eine K-Leitung hat, schließ ihn doch gleich mit an und lies ihn aus, dann weißt Du es.
      Wenn es anständig werden soll, dann mache ich es selbst.
      Wenn es VW könnte, wären wir nicht hier.
      Ich bin kein Schrauber, ich bin Individualist, sonst wüsste ich ja, was ich mache.
      Tacho hat keine Fehler mehr gespeichert, in die WFS komme ich nicht rein. Vielleicht ist die im Eimer.

      Edit: Eben nachgekippt - Lämpchen aus, Stille. Bin erleichtert, hätte ja auch sonstwas sein können.

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      Das 6N GTI Kombiinstrument piept übrigens tatsächlich, wenn der Tank leer ist, hab ich eben wieder erleben dürfen, als ichs am Schreibtisch in Betrieb genommen habe.

      Ansonsten meckert das KI auch bei nicht angeklemmten Kühlwasserstandssensor.

      Arosa, Lupo und Polo 6N/ 6N2 haben eine externe WFS Box die hat mit dem Tacho nichts zu tun.