Umbautagebuch

      Wie das so mit neuen Schrauben ist, haben wir ja in diversen "Lehrvideos" gesehen...

      Ne, hast schon Recht. Ist auch einer der Gründe, warum bei mir grundsätzlich neue Schrauben verbaut werden. Alleine schon dieses Gefrickel mit rundgedrehten Schrauben geht mir so auf den Wecker, dass ich da keine Kompromisse mehr mache.

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      Inzwischen habe ich auch den neuen Achsträger verbaut, das Lenkgetriebe und die AGA wieder verschraubt. Der Stabi bekam seine Koppelstangen (super Arbeit, 18mm Koppelstangen auf 22mm Stabi zu pressen) und baumelt aktuell noch fröhlich rum, weshalb auch das Bettlaken noch unterm Auto liegt. (verhindert Kratzer an der Beschichtung)

      Auf dem Foto sind ironischerweise noch alte Schrauben verbaut, da ich die beiden vorderen entweder nicht bestellt hatte oder sie verschludert habe...




      Außerdem habe ich die Querlenker und Achsschenkel abgeholt. Ein guter Freund hat mir dankenswerterweise die Naben und sämtliche Lager eingepresst.
      Bin dann anschließend in die Garage und habe alle Gewinde nachgeschnitten, die Anlageflächen blank gemacht und schonmal die Traggelenke und Ankerbleche montiert.





      So, ein langer Tag geht zuende. Bzw hat der neue ja schon angefangen...


      Der Lupo steht wieder auf 4 Rädern. Das ist die gute Nachricht.

      Aber mal etwas weiter ausgeholt:

      Habe die Tage die fehlenden 3 Schrauben besorgt (2x Achsträger vorne, 1x Pendelstütze Getriebe) und direkt verbaut. Anschließend kamen die Querlenker unters Auto. Dabei fielen sofort die deutlich strafferen Lager auf. Da hatten die alten Querlenker sehr viel mehr Spiel. Allerdings waren auch beide hinteren Lager eingerissen und spröde. Diese Arbeit ging noch sehr entspannt und einfach von der Hand. Als wirkliche Fummelsarbeit stellten sich das Verschrauben der inneren Antriebswellengelenke heraus. Die Knarre zu dick, der Platz zu wenig. Gut, der Wagen stand auch nur auf 2 Böcken. Eine Bühne oder Grube hätte das Arbeiten merklich erleichtert.


      Weiter ging es mit dem Stabi, der schon seit Beginn fröhlich auf der AGA rumbaumelte. Fix die beiden Koppelstangen verschraubt und dann die aufkommende Euphorie für die inneren Stabilager genutzt. Diese waren ebenfalls so eine richtige Frustarbeit. Die winzigen Schrauben wollten einfach nicht ins Gewinde greifen. Mit viel Überzeugungsarbeit und eine dreiviertel Stunde später saß der Stabi nun an Ort und Stelle.

      Die Radlagergehäuse mit vormontierten Traggelenken (ohne AW im Weg einfach deutlich leichter zu bewerkstelligen) saßen recht zügig an ihrem Platz.
      Habe dann erstmal alles grob festgezogen und so ausgerichtet, dass nicht alles in verschiedene Richtungen zeigte.




      Am nächsten Tag habe ich dann alles mit den korrekten Drehmomenten festgezogen und die Bremsanlage montiert. Diese hatte ich ebenfalls mit neuem Lack versehen.
      Die Pendelstütze fand auch ihren vorübergehenden Platz unterm Auto. (wird nochmal zerlegt und gestrahlt+ gepulvert)

      Zu guter Letzt kamen dann die Räder wieder ans Auto, der Wagen wurde abgelassen und ich zog noch fix die vorderen Querlenkerschrauben fest.




      Bin auch schon die ersten Meter gefahren. Beim Anlassen leuchtete prompt die ABS Lampe auf. War aber anscheinend nur an, da ich einmal die Zündung einschaltete, als keine Achse verbaut war. Lampe erlosch nach wenigen Metern Fahrt wieder.


      Fazit: ungewohnt direktes Fahrverhalten und eine leicht klemmende Bremse vorne rechts. Das Bremspedal wechselt sprunghaft von hart nach weich.
      Das ruckeln beim Motor abstellen ist gefühlsmäßig auch etwas stärker geworden.


      Also mal grob eine Agenda für das kommende Wochenende gemacht:

      -Bremse erneut zerlegen und gangbar machen.
      -Pendelstütze auf korrekten Sitz überprüfen
      -Antriebswellen nachziehen bzw Verschraubung kontrollieren.
      -Achse konservieren


      Ansonsten bin ich recht zufrieden. Bis auf die Bremse keine seltsamen Geräusche ausmachen können. Das Knacken bei starkem Lenkeinschlag ist ebenfalls weg.

      Ps: ein Foto, wo alle vormontierten Teile beisammen liegen.

      Da kann man ehrlich gesagt ein wenig neidisch werden. Ich denke die wenigsten GTI's sehen so unter dem Auto aus. Hut ab vor der Arbeit. So ein makelloser Unterbau würde meinem kleinen Wolf auch gut stehen, da fehlen mir jedoch leider die Möglichkeiten. Ich lese gespannt weiter mit. Danke für das Teilen und Beschreiben. Mach weiter so. :thumbsup:
      Danke dir! War auch ein Haufen Arbeit, den ganzen Kram zu tauschen. Aber das Ergebnis kann sich (bald hoffentlich) sehen lassen.


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      Bin heute mal etwas gefahren. Und gefühlt werden die Probleme immer mehr.

      Aktuell fängt bei zügigeren Linkskurven irgendwas das knarzen an. Und das ABS regelt beim Heranrollen an Ampeln wie wild.
      Und die R32 Lager übertragen ordentlich Vibrationen. Eventuell einfach ungewohnt. Hoffentlich setzt sich das noch etwas, wenn die Achse was eingefahren ist.


      Da besteht wohl noch massig Handlungsbedarf.
      Microupdate: Wagen wurde vermessen. Die Vibrationen kamen von vorne rechts durch extreme Vorspur. Sind nun weg. Der Wagen fährt super direkt und macht in Kurven richtig Spaß.
      Bremse ist wieder freigängig.
      Das ABS regelt aktuell noch bei Bremsungen <20km/h. Wird denke ich nur eine Kleinigkeit sein.
      Nächste Baustelle wird nun die Hinterachse. Wenn die belgische Grenze wieder offen ist, geht's zum Pulvern. Neue Reifen werde ich die Tage auch bestellen.

      Umbautagebuch

      Cambridge1.4 schrieb:


      Das ABS regelt aktuell noch bei Bremsungen <20km/h. Wird denke ich nur eine Kleinigkeit sein.


      Das hoffe ich, denn das ist beim GTI eine gefährliche Annahme. Nimm das nicht auf die leichte Schulter und gehe der Sachecauf den Grund. Das ESP, wozu ja auch das ABS gehört, ist beim Lupo teilweise lebensgefährlich. Tritt bei Dir ein Fehler auf, versuch den Wagen mal umgehend mit VCDS auszulesen. Da offenbart sich meistens schon das Problem.



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      Der Fehlerspeicher wurde bereits ausgelesen. War leer. Inwiefern soll das ESP lebensgefährlich sein? Dass ein Auto, was kopflastig ist und in Kurven einen Lastwechsel durch Bremseingriffe erfährt, mit dem Heck lenkt, sollte bekannt sein, falls du das meinst. ;)

      Die Regeleingriffe werden auch immer weniger. Werde mal die Tage die hinteren ABS Ringe kontrollieren. Eventuell ist einer einfach verdreckt.
      Mikroupdate:

      Es gab neue Pellen in 205 45 15. Kurz gesagt: können alles besser als die alten T1R. Laufruhe ist ein Traum.




      Die Tage gibt es einen Öl/Filterwechsel. Zusätzlich werde ich meine Spritpumpe reinigen und falls nötig, durch eine Neue ersetzen. Der Wagen bekommt nämlich unter 1/4 Tankinhalt Aussetzer. Was dann auch den Fehler "Gemisch zu mager" im Speicher erklärt.
      So, ich melde mich nochmal zurück.

      Habe 1,2 Dinge am Gti verändert bzw werde ich sie noch verändern.

      Als erstes habe ich mich dem nervigen "klonk" Geräusch beschäftigt, was aus dem Motorraum kam. Bevorzugt trat dies bei schnellen Lastwechseln auf. Also mal das Hydrolager kontrolliert. Keine sichtbaren Schäden. Allerdings konnte ich mir das Geräusch nicht anders erklären. Kurz im Netz geschaut, was ein neues kostet. 40€-gekauft. Am nächsten Tag war es bereits da. Habe dann noch neue Schrauben besorgt und anschließend das Hydrolager getauscht. Als ich das alte Lager in meinen Händen hielt, bestätigte sich meine Vermutung. Die knapp 250000km und 18 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen.




      Das neue Lager ist richtig schön straff. Man spürt natürlich nun etwas mehr Vibrationen. Irgendeinen Tod muss man wohl sterben.
      Vollkommen zufrieden bin ich dennoch nicht. Die Pendelstütze wird noch ein neues Lager aus PU erhalten. Dann sollte dort Ruhe sein.

      Ausserdem plagt mich schon seit ein paar Monaten eine klappernde Scheibe in der Beifahrertür. Gestern verabschiedete sich diese dann entgültig und verkantete sich im Schacht. Also eben mal die Tür zerlegt, die neuwertigen Nässefolien zerrupft ( X/ ) und nachgeschaut. Der Gleiter ist an der Aufnahme der Metall"klammer", welche die Scheibe hält, gebrochen. Also fix 4 neue Gleiter geordert. Werde dann alle tauschen, weil die Fahrerseite auch schon merklich Spiel hat.

      Anschließend möchte ich dann noch eine Liste an Dingen abarbeiten, die mich schon länger nervt. Alles Kleinkram, den ich bis dato erfolgreich ignoriert habe.
      - Radio tauschen, weil es mir die Batterie leerzieht
      - Heizfolie am Fahrerspiegel nachrüsten
      - hinteren Fensterrahmen einkleben, welche wegen der Tönungsfolie raus mussten
      - neue, kürzere Stabantenne verbauen (aktuelle ist am Fuß porös)
      Möchte hier nach knapp einem Jahr noch einmal Staub wischen. Es ist erschreckend, wie die Zeit fliegt.

      Habe am Lupo diverse kleinere Dinge verändert, erneuert oder halt komplett rausgeworfen.
      Chronologisch werde ich es wohl nicht mehr zusammen bekommen. Ist aber theoretisch auch irrelevant.

      Zuerst gab es einen neuen Lichtschalter. Der originale war nach 19 Jahren einfach abgegrabbelt und war immer so ein wenig der Schandfleck im Interieur. Also mal auf Bakn gehört und einen von einem VW Up verbaut. Der Lichtschalter fügt sich mit seinem Schwarz-Hochglanz Akzent in den innenraum ein. Weiterer Vorteil: er ist etwas dicker, wodurch ich ihn jetzt auch besser gepackt bekomme. Hatte vorher immer was von "1 Cent Münze von Boden aufheben"





      Dann bekam der Gti das angekündigte PU Getriebelager. Der Motor samt Getriebe kippt merklich weniger. Vibrationen im Lenkrad sind etwas mehr geworden, aber nicht störend. Suche aktuell noch einen fähigen Metallbauer, der mir die Stütze auf 4 Loch- Anbindung umschweisst. Meine Braterei würde kaum mehr halten als eine Büroklammer mit Kaugummi drin.



      Bei knapp 257tkm sagte dann kurzerhand die Zentralschraube der Kurbelwelle "Adieu". Der Schwingungsdämpfer hing plötzlich schräg im Motorraum. Das Zahnriemenrad wurde nur noch durch die 3mm große Nut gehalten. Hatte den Wagen einem Freund ausgeliehen, der mich dann kurzerhand anrief und um Abschleppung bat. Ursache war wohl ein gelängter Zahnriemen, welcher Sinngemäß zu einer Schwingungsanregung im Riementrieb führte und sich dadurch die Schraube lösen konnte. Kurzerhand einen guten, gebrauchten Schwingungsdämpfer und ein neues Zahnriemenrad für die Kurbelwelle zugeschickt bekommen von Guide. (Das Auto will Dich nicht so wirklich in Ruhe lassen... :whistling: oder bin ichs vielleicht?!)
      Anschließend dann an einen neuen Zahnriemensatz (original VW) mit Wasserpumpe und Zubehör verbaut. Da dieser eh nächstes Jahr fällig gewesen wäre, wars also nicht so tragisch. Dennoch habe ich wohl meine Glücksreserven für dieses Jahr aufgebraucht. Alle Schrauben wurden selbstverständlich durch Neue ersetzt.










      In diesem Zuge kam dann auch ein neuer Ausgleichsbehälter montiert. Bot sich einfach an, wenn das Kühlwasser eh einmal raus ist. Neue Klammer drauf, fertig. Ist in Originalgröße. Keiner vom Up oder vergleichbaren Derivaten.





      Außerdem habe ich die Bleche, welche unter der Abgasanlage verschraubt sind, durch pulverbeschichtete ersetzt. Sahen einfach schäbig aus.




      Aktuell ist eine Dbilas Ansaugung montiert und eingetragen. Klang ist sehr schön. Optisch aber absolut nicht mein Fall. Größtes Manko ist wohl, dass ich meine Motorabdeckung nicht mehr fahren kann. Und Ausschneiden kommt nicht in Frage.



      Die Tage fiel dann auch die 258tkm Marke. Läuft bis auf den üblichen Materialmord ohne Murren. Der Recarositz ist inzwischen wieder rausgeflogen und wurde durch den originalen Sitz ersetzt. Hat einfach weniger "Bastelbuden"-charakter mit der originalen Innenausstattung.

      Nächste Woche steht dann noch einmal Lackpflege auf dem Programm mit anschließender Keramikversiegelung.

      Sonst erledige ich aktuell diversen Kleinkram, der mich stört. Sei es die Klimaleitung, die nicht richtig verschraubt ist oder die abstehende Verkleidung, welche einen Clip verloren hat. Ab und zu nervt dieser Wahn nach Perfektion extrem. Hat schon was pedantisches.

      Die Hinterachse macht auch Fortschritte. Die Adapterplatten sind beschichtet. Werde die Tage die Hülsen wieder einbauen und dann die Achszapfen zum Beschichten abgeben. Neue Lager, Schrauben etc werden ebenfalls aufgetrieben.
      Vorab: entschuldigt die Handyfotos. Bei dem Dreck hantiere ich ungerne mit der Kamera.

      Um meinen vorherigen Post mal etwas auszuführen:

      Seitdem ich vor knapp eineinhalb Jahren meine Vorderachse strahlen und beschichten lassen hatte, war der optische Kontrast besonders zum Getriebe unangenehm groß. Die Achse frisch und sauber und das Getriebe stark oxidiert und an den Blechteilen auch ziemlich rostig. Also habe ich über mehrere Stunden alle möglichen Teile bestellt, die ich am Getriebe erneuern wollte. Und wenn das Getriebe einmal draussen ist, kann man ja auch etwas über den Tellerrand schauen und das direkte Umfeld etwas aufhübschen.

      Als der Großteil der benötigten Teile eingetroffen war, begann ich mit dem Ausbau. Dieser ging bis auf 1,2 Situationen auch echt gut von der Hand. Ein Problem war das Widerlager, welches mit 3 Schrauben auf dem Getriebe befestigt war. Diese erreicht man quasi nur, wenn man sich beide Hände bricht oder das Getriebe herablässt. Im Eifer des Gefechts ist mir die 2. Methode natürlich nicht in den Sinn gekommen. Naja. Irgendwann war das Getriebe dann draussen und zeigte seinen bescheidenen Zustand (optisch!) in voller Gänze. Das Magnesiumgehäuse aufgeblüht, der Stirndeckel und seine Schrauben stark rostig.



      Weiter ging es mit Strahlen und Pulverbeschichten.
      Da der Pulverer einen Katzensprung von meiner Schrauberbleibe entfernt agiert, habe ich alle Teile in einen Karton geworfen und abgegeben. Zwei Wochen später bekam ich die Teile dann schwarz beschichtet wieder.
      Fix noch neue Schrauben bei VW besorgt, um diese dann auch zeitnah verbauen zu können.



      Während die Teile beim Beschichten waren, kümmerte ich mich um das Getriebe selber. Als erstes musste das alte Getriebeöl raus, da ich keine Ahnung hatte wie alt dieses war. Anschließend verschloss ich sämtliche Öffnungen, damit bei den folgenden Schleif und Lackierarbeiten kein Dreck in das Getriebe gelangen konnte. Als das Getriebe dann mit verschiedenen Topfbürsten von seiner Oxidation und sämtlichen Dreck befreit war, wurde es von mir entfettet und anschließend mit dem Pinsel und Brantho Korrux Nitrofest gestrichen. (Ich hätte das Getriebe viel lieber strahlen und lackieren lassen, war zeitlich allerdings nicht umsetzbar)
      Sämtliche Anlageflächen habe ich dann 2 Tage später wieder entlackt. Final gab es dann noch eine neue Dichtung für den Stirndeckel.




      Ein neues Ausrücklager samt Führungshülse und Ausrückhebel verbaute ich selbstverständlich auch. Wenn man eh einmal alles offen hat... Das "alte" Lager war zwar erst 30tkm verbaut, hatte sich aber schon deutlich in die Hülse eingearbeitet. Das neue Lager ist vom Aufbau etwas anders, funktioniert aber genau so.




      Die Verzahnung kurz mit passendem Spezialfett leicht eingefettet und dann versucht das Getriebe wieder an den Motor anzusetzen. Ha! Denkste! Alleine war das schon echt ein unschönes Unterfangen, wenn man nur mit 2 Böcken und einer Motorbrücke agiert.
      Erstmal stört der riesen Differentialkörper und die zugehörigen Flanschtöpfe ungemein beim Einbau. Des weiteren hilft der "auf halb Acht" hängende Motor auch nicht wirklich. Ein Bekannter gab mir dann den Tipp, doch einfach den Topf der langen Antriebswelle zu demontieren. Gesagt-getan. Das Anflanschen ging dadurch tatsächlich deutlich einfacher. Doch was der Bekannte vergessen hatte zu erwähnen: Die Töpfe müsse mit viel Kraft vorgespannt werden, damit die Zentralschraube wieder greift. Also lag ich unterm Auto mit angeflanschtem Getriebe und versuchte irgendwie Kraft auf den Topf zu bekommen. Am Ende rettete mir eine große Schraubzwinge den Abend.

      Am nächsten Tag baute ich den Wagen dann weiter zusammen: Antriebswelle Fahrerseite rein, Drehmomentstütze verschraubt, Schaltseile eingeklipst. Beim Anschließenden Test funktionierten dann plötzlich nur noch der 2. und 4 Gang. Alle anderen waren nicht anwählbar. Da ich aber nicht an den Seilen selber gefummelt hatte, konnte ich mir das Problem nicht erklären. Ursache war nach Etwas Suche dann der kleine, weisse Gleitschuh, welcher in das Gewicht greift und die Schaltgassen betätigt. Dieser war gebrochen und ließ somit nur noch die untere Schaltgasse zu. Ich also wieder zu Vw gedackelt und 6,71€ über den Tresen geschmissen. Siehe da, Schaltung funktioniert wieder einwandfrei.



      Dann ging es weiter mit Anlasser, jeder Menge Stecker und der Ansaugung. Alles ziemlich selbsterklärend. Als ich dann das frische Getriebeöl ( Liqui Moly 75w90 mit Kennung GL4+) einfüllen wollte, kam mir bereits nach knapp über einem Liter das Öl wieder entgegen. Da das Auto nur vorne auf 2 Böcken stand, stand das Getriebe logischerweise nicht gerade. Also Auto so weit komplettiert, dass es auf dem vorderen Linken Rad stehen konnte und dann erneut nur an der Beifahrerseite angebockt. So müsste das Öl dann ja theoretisch zum Stirndeckel laufen und es mir ermöglichen, die vorgeschriebenen 1,9l in das Getriebe zu füllen. Der Plan ging auf und ich konnte die Einfüllschraube wieder schließen.

      Die einzig verbleibenden Arbeiten waren dann das Verbauen der langen Antriebswelle, das einhängen der AGA und ein Grundputz. Überall waren Fett und Ölabdrücke. Einen Öl- und Filterwechsel für den Motor habe ich dann auch noch fix gemacht. Ging alles super entspannt von der Hand.

      Endergebnis sieht jetzt so aus:



      Eine finale Probefahrt steht noch aus. Bin bis dato nur etwas in der Garage vor- und zurückrangiert. Werde den Wagen die Tage mal ein paar Meter bewegen und auf eventuelle Undichtigkeiten prüfen.

      Kleinere Arbeiten werde ich noch über den Winter erledigen. zum Beispiel möchte ich den Anlasser einmal frisch machen und kleinere Macken wie die klappernden Scheiben beheben.

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